"Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte." - Francesco Petrarca
Malaysia-Tiger
Panthera tigris jacksoni
Auf der malaiischen Halbinsel verbreitet und fast ausgestorben
Die Eigenständigkeit dieser Unterart, die vorher zum Indochinesischen Tiger gerechnet wurde, wurde erst 2004
durch Genanalysen nachgewiesen.
Ein amerikanisches Forscherteam hat mit Hilfe von Gentests vermutlich eine neue Tiger-Unterart entdeckt.
Bisher ging man davon aus, dass die auf der Halbinsel Malaysia lebenden Raubkatzen zu den
Indochinesischen Tigern (Panthera tigris corbetti) zählen. Nach Ansicht der Wissenschaftler,
die 134 Tiere untersuchten, sind die genetischen Unterschiede jedoch so groß,
dass man von einer eigenen Unterart ausgehen muss. Der „Malayische Tiger“ wäre nach Angaben des
WWF die neunte beschriebene Unterart der Raubkatze.
Die Entdeckung muss nun in einem langwierigen wissenschaftlichen Prozeß bestätigt werden.
„Die Beschreibung des Malaysischen Tigers als eigene Unterart erfordert auch einen besseren Schutz der
vom Aussterben bedrohten Raubkatze“, betont WWF-Artenschützer Stefan Ziegler.
Nach Angaben des WWF lebten in den 1950er Jahren noch etwa 3.000 Tiger in Malaysia,
ehe der Bestand in den 80er Jahren dramatisch auf 250 Tiere sank.
Erst durch umfassende Schutzmaßnahmen erholte sich die Population auf 600 bis 650 Tiger,
die in verstreuten Populationen über die Halbinsel streifen.
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