"Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen sollen, allemal, wenn es vonnöten ist. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz." - Franz von Assisi
Sibirischer Tiger oder Amurtiger
Panthera tigris altaica
Die größte Unterart des Tigers
Verbreitungsgebiet:
einst östliche Sibirien, die Mandschurei und Korea
Der Bestand wurde zwischenzeitlich auf etwa 150 Tiere im chinesisch-russischen und
chinesisch-koreanischen Grenzgebiet reduziert;
Heute kommt der Sibirische Tiger hauptsächlich noch in dem auf russischem Boden liegenden Küstenberggebiet
Sikhote-Alin vor, zwischen dem Japanischen Meer, auch Ostmeer genannt, im Osten und dem Amur und dessen Nebenfluss
Ussuri im Westen.
Früher erstreckte sich das Verbreitungsgebiet deutlich weiter nach Westen und Süden.
In China traf man den Sibirischen Tiger in weiten Bereichen der Mandschurei, besonders dem Amur-Nebenfluss Sungari entlang,
südwärts wohl bis in die Provinz Liaoning.
Heute findet man in ganz China nur noch zwei bis drei Dutzend weit verstreut
lebende Individuen, die längerfristig wohl kaum eine Überlebenschance haben.
In Südkorea gilt der Sibirische Tiger
mittlerweile als ausgestorben, doch nimmt man an, dass eine kleine Zahl in Nordkorea zu überleben vermocht hat,
möglicherweise auch in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden Korea.
Alles in allem ist das Verbreitungsgebiet des Sibirischen Tigers auf unter vierzig Prozent jener Fläche geschrumpft,
die es noch vor hundert Jahren hatte.
Merkmale des Sibirischen Tiger:
Der Sibirische Tiger ist die grösste Katze überhaupt.
Er übertrifft sogar noch den «majestätischen» Löwen!
Männliche Tiere sind grösser, dickköpfiger und schwerer als die Weibchen.
Sie erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 2,90 Meter
eine Schwanzlänge von 100 - 120 Zentimetern
eine Schulterhöhe von 115 - 130 Zentimetern
ein Gewicht von 320 Kilogramm
Die Grundfarbe seines Fells ist gelblich, der Bauch und die Ansätze der Flanken weiß.
Seine Streifen sind dünn und lang. Er ist deutlich heller als seine südlichen Verwandten.
Sein Fell verbirgt ihn sehr gut in der schneebedeckten Taiga. Da es dort bis zu minus 45° Celsius kalt wird,
braucht er ein dickes und langes Fell. Darunter verbirgt er am Bauch und an den Flanken eine bis zu 5 cm dicke Fettschicht,
die ihm hilft, extreme Kälte zu überleben.
Im Winter wächst dem Sibirischen Tiger jedoch ein besonders üppiger Pelz,
wie ihn keine andere Tigerunterart besitzt:
Auf dem Rücken misst die Haarlänge dann 4,5 bis 5,5 Zentimeter,
am Bauch 5,5 bis 6,5 Zentimeter und
am Hals gar 7 bis 10 Zentimeter.
Das Sommerfell des Sibirischen Tigers ist ziemlich kurz und glatt und unterscheidet sich
wenig etwa von dem des in Indien heimischen Königs- oder Bengaltigers (Panthera tigris tigris).
Seine langen und scharfen Krallen sind beim Liegen und Laufen eingezogen.
Nur bei seinem Jagdhieb, den er zum Beutefang einsetzt, fährt er die Krallen aus.
Seine Augen sind fünfmal so gut wie Menschenaugen. Er kann binokular und farbig sehen.
Bestand weltweit:
inzwischen ist dieser Bestand wieder auf ca. 500 Tiere angewachsen,
aber immer noch stark bedroht.
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